EuroCoin

EuroCoin- der bessere Bitcoin?

Am Donnerstag, 25. Sept. 2014 fand erneut die Bitkom Arbeitsgruppe SEPA + Kryptowährungen in Frankfurt/Main statt, diesmal in den Räumen von NTT Data.

Eines der zentralen Themen dieser AG sind Kryptowährungen.

So gibt es Überlegungen, echtes kryptografisches Zentralbankgeld, den EuroCoin, zu schaffen. Hier will sich die Bitkom als High-Tech-Verband maßgeblich engagieren.

Weiterlesen

Apple Pay Bank website

Apple Pay: Eine entscheidende Frage ist noch offen.

Wohl noch nie hat ein Fintech-Thema so viel Aufmerksamkeit bekommen wie Apple Pay. Hier einige der interessantesten Artikel darüber:

Zusammenfassung: Auch Apple kann trotz jahrelanger Arbeit und vielen eigenen Patenten den Payment Prozess nicht disrupten. Statt dessen kommt er jetzt in der Partnerschaft mit den traditionellen Playern zum Fliegen. Was diese natürlich erst mal beruhigt. Ja, Apple erobert damit die Kundenschnittstelle, aber die Banken sonnen sich gern im Glanz der Super-Marke Apple. Diesmal könnte es wirklich was werden mit Mobile Payment.

Viele Menschen fragen sich seit jeher, was eigentlich der Vorteil sein soll, mit dem Smartphone zu zahlen statt einer Plastikkarte oder einem Geldschein. Die Antwort lautete eigentlich immer: Kontext! Eine Karte ist dumm und hat kein Display. Sie kann mir nicht den Kontostand vor und nach dem Bezahlen anzeigen, nicht meine Ausgabenstruktur analysieren, keine Rabattsysteme automatisch berücksichtigen.

Mir scheint die Frage immer noch offen zu sein: Wie wird Apple Pay Zahlungen mit ihrem Kontext so verbinden, dass ein tatsächlicher Mehrwert entsteht? Darüber schweigen sich bisher alle Berichterstatter aus. iBeacons bieten die Möglichkeit, zu einem Produkt Informationen auf dem Smartphone anzuzeigen. Mit Pay kann jetzt auch gleich der Bezahlvorgang gestartet werden. Alles nett. Aber es trifft den Punkt nicht. Die Menschen wollen wissen, wie viel Geld sie haben, bevor sie es ausgeben. Die mit großem Abstand am häufigsten genutzte Funktion im Mobile Banking ist die Kontostandsabfrage. Die ist aber in Apple Pay gar nicht integriert! Weiterlesen

ipayment

Spät dran: Mobile Payment von Apple. Warum es doch noch der Beginn einer neuen Ära sein kann.

Apple hat sich jetzt festgelegt, wie man mit dem iPhone bezahlt: Per NFC und Kreditkarte. Neu ist daran eigentlich überhaupt nichts. Schon vor der Vorstellung des iPhone 4 (!) brodelte die Gerüchteküche um Mobile Payment, weil Apple  damals frisch NFC Know How eingekauft hatte. Aber damals wurde nichts daraus.

Tatsächlich ist Apple der letzte wichtige Smartphone Anbieter, der bisher kein NFC und Secure Element bietet. Alle anderen machten ihre Technik fit fürs mobile Bezahlen, kamen dann aber über irrelevanten Pilotprojekte nicht hinaus. Auch Google Pay kommt mit seit Jahren nicht voran. NFC wurde hier sogar als Teil des Problems ausgemacht: Die Telkos wollten selbst am mobilen Bezahlen mitverdienen und erzwangen die Deaktivierung der NFC-Chips in Smartphones, solange sie nicht davon profitieren.

Alle Augen richteten sich auf Apple. Denn anders als Google oder Samsung traute man Apple zu, sich gegen die Telkos durchzusetzen. Schon beim ersten iPhone zwangen die Kalifornier ja den Telkos die Spielregeln. Aber Apple blieb den großen Schritt schuldig. Stattdessen kamen iBeacons, und sie erschienen mir (wie vielen anderen) als Königsweg aus der NFC-Falle: denn Bluetooth ist ein Standard-Feature der Smartphones, niemand kann seine Abschaltung durchsetzen.

Und jetzt also doch? Mobile Payment, ganz klassisch, so wie es seit langem konzipiert ist? Der Grund könnte in Asien zu suchen sein. China ist für Apple mindestens genauso wichtig wie Europa, und hier konnte Apple wichtige Partner gewinnen: China Mobile und Union Pay. Beide sind involviert in den Aufbau der staatlichen geförderten Mobile Payment Plattform – und die beruht ganz klassisch auf NFC-Zahlungen. Apple bietet sich die Chance, ein wesentlicher Player in diesem Ökosystem zu werden. Dafür kann man schon mal von iBeacons zurück zu NFC gehen. Weiterlesen

Holvi_JPG

Holvi kommt nach Deutschland: Banking für “Makers and Doers”.

Mit Holvi kommt ein cooler finnischer FinTech-Anbieter jetzt auch nach Deutschland und Österreich. Holvi hat mir schon auf der Finovate Europe 2013 sehr gut gefallen. Dort zeigten sie ihren absolut eigenständigen Ansatz, einen Kontoauszug aufzubereiten: Übersichtlich getrennt nach Einnahmen und Ausgaben, und diese wiederum in Kategorien eingeteilt.

Inzwischen hat sich das Geschäftsmodell dahin konkretisiert, dass Holvi primär Freiberufler und Kleinunternehmer unterstützt. “Makers and Doers” nennt sich das dann im Marketing-Slang. Das macht Sinn: Einerseits hatte die charakteristische Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben immer schon etwas von einer Bilanz, anderseits lassen sich bei beruflicher Nutzung andere Gebührenmodelle etablieren als bei Banking für Privatkunden. Das Privatkundengeschäft ist gerade in Deutschland ja sehr wettbewerbsintensiv. Weiterlesen

DAB-Finanzmanager-Video_Übersicht

DAB-Finanzmanager

Die DAB-Bank bietet ihren Kunden mit dem DAB-Finanzmanager jetzt Personal Finance Management (PFM). Einen guten Überblick bietet das Video hier. Wie man schon am Bild oben sieht, ist der DAB dabei eine eigenständige Visualisierung gelungen. Mir gefällt der Look!

Auch von den Funktionen her hebt sich die DAB bei einzelnen Punkten von anderen deutschen PFMs ab. Zum einen integriert sie für Barzahlungen die Möglichkeit, eine Default-Verteilung des Bargelds auf die Kategorien einzugeben. Einmal einrichten, und die Bargeldzahlungen tauchen nicht mehr als großer unkategorisierter Block auf. Natürlich ist das dann keine korrekte Verbuchung. Aber es ist halt einfach. Und PFM ist schon für Nutzer, die es einfach wollen. Natürlich kann man auch weiter Barzahlungen einzeln kategorisieren.

Weiterlesen

Hertie Stiftung

Sind Banker gierig oder können sie nicht anders ?

Von: Joachim Evers, Senior Business Consultant, syngenio AG

Unter diesem Titel fand am 10. Juli 2014 ein Vortrag der gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bei der Frankfurt School of Finance and Management statt.

 

Über 300 Teilnehmer warteten gespannt auf den Vortrag des umstrittenen Hirnforschers  Professor Dr. Christian Egler, der „in der Höhle des Löwen“ eher gemäßigt wirkte. Da der größte Saal nicht ausreichte, wurde der Vortrag in die Nachbarräume gestreamt, wo weitere Zuschauer doch noch diesem Vortrag folgen konnten.

Weiterlesen

Joachim-Loew

Customer Onboarding entscheidet den Kampf um die Kunden

Viel Aufwand floss in die Gewinnung dieses Neukunden, jetzt endlich hat er das Webformular ausgefüllt. Nur muss er leider noch durchs PostIdent-Verfahren … und an dieser Stelle bleibt ein zweistelliger Prozentsatz der Kunden hängen.
Das ist ja nun auch wirklich nicht mehr zeitgemäß, findet Brett King: “Application Forms Kill Customer Innovation.” Er plant mit Moven “Downloadable Accounts”. Auch eine seltsame Vorstellung, schließlich kamen Konten schon immer aus der Cloud (aka Bank), und da gehören sie auch hin.
Nur der Antragsprozess mit Identifikation und Unterschrift ist eine echte Spaßbremse für Kunden und Innovatoren gleichermaßen. Sehr schön hat sich gerade eine LinkedIn-Gruppe darüber aufgeregt:

I think we need Gen-Y regulators to challenge some of the conventional wisdom that has been expired for a while, yet is still in-use. We don’t consume expired foods. Why should we have to be subject to expired customer identification and verification processes? (Ghan Desai)

Die Unterschrift ist immer noch der Klassiker unter den biometrischen Verfahren: Etwas, dass mir kraft endloser Wiederholung so in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass es eine einzigartige Form angenommen hat. Nur stimmt dieser Mythos heute weniger denn je: Junge Erwachsene schreiben selten mit der Hand, auch den eigenen Namen. Sie können natürlich ihren Namen schreiben, aber eben nicht auf einzigartige Art und Weise. In diesem Sinne haben sie keine Unterschrift mehr!

Wenn Unterschriften ein Auslaufmodell sind, was können wir dann tun?

Weiterlesen

PFM Sparkasse Chemnitz

Elektronisches Haushaltsbuch bei der Sparkasse Chemnitz und in der Zeit

Bisher hatten die Sparkassen vor allem das gedruckte Papier-Haushaltsbuch im Angebot. Den traditionellen Zettel-Look hat die Sparkasse Chemnitz beibehalten. Aber sonst ist alles anders, denn sie bietet jetzt ein ausgewachsenes Online Personal Finance Management (PFM), das den Vergleich mit den Angeboten anderer deutschen First Mover nicht scheuen muss: Einnahmen und Ausgaben-Visualisierungen, Kategorien-Tortendiagramm und individuelle Budgets. Es fehlen eigentlich nur Sparziele.

Ob der niedliche Papier-Look wirklich praktisch ist, kann ich anhand der Screenshots nicht beurteilen. Die Post-Its sehen eigentlich zu klein aus, um darauf wirklich Listen von Einzelbuchungen anzuzeigen. Schön aufgeräumt wirkt das Ganze aber auf jeden Fall.

Leider gibt es die moderne Lösung nicht unbedingt schon bald bei jeder Sparkasse. Die Chemnitzer sind nämlich „Enfant terrible“ im Verband und setzen IT auch mit ihrer eigenen Tochter um. So auch hier. Sparkassen, die rein auf die vom DSGV vorangetriebenen Lösungen setzen, bleibt bis auf weiteres der Verweis auf das gedruckte Haushaltsbuch. Aber vielleicht gelingt die Provokation ja und der Verband startet eine Multichannel-Initiative, die neben Papier und Bleistift auch Maus und Touchscreen unterstützt?

Weiterlesen

Paypal bei DKB

DKB integriert Paypal

Was auf den ersten Blick wie eine Kapitulation vor der Konkurrenz aussieht, könnte einer der schlauesten Schachzüge einer etablierten Bank im Umgang mit Next Generation Finance Anbietern sein: Die DKB integriert Paypal in ihr Online-Banking.

Ausgerechnet die DKB, die ihre Kreditkarte als zentrales Kundenbindungsinstrument einsetzt und sie dafür auch mit bemerkenswerten Features ausstattet. Müsste sie nicht alles tun, um die Kunden zum Bezahlen mit der DKB-Kreditkarte zu motivieren? Warum andere Zahlungsdienste ins Boot holen?

Der entscheidende Punkt dürfte sein, dass Paypal seinerseits ja auf etablierten Zahlungsverfahren aufsetzt – unter anderem auf Kreditkarten. Und so gehört die Verknüpfung der DKB-Visa-Karte als Zahlungsverfahren in Paypal gleich mit zum Leistungsumfang.

Warum sollten Kunden auch nicht die Kreditkarte als Zahlungsmittel verwenden? Klar, bei Kreditkarten fallen Gebühren an. Die zahlt aber der Handel. Die Kunden sammeln Bonus-Punkte für den DKB-Club. Das ist für sie attraktiver als eine Lastschrift. Weiterlesen

Top