LendingClub3

Aus „Peer to Peer“ wird „Marketplace Lending“: Warum wir diesen Trend im Blick behalten müssen.

„Peer to Peer“ (P2P) Kredite standen ganz am Anfang der „Social Finance“ Debatte, entwickelten sich aber langsamer als erwartet. Dadurch ist P2P in letzter Zeit aus dem Blickfeld geraten. Ein Fehler?

Mehrere aktuelle Entwicklungen verleihen dem P2P-Kreditmarkt eine ganz neue Dimension:

Was bedeutet das? Plötzlich ist das große Geld im Spiel. Geld von der Börse bei den P2P-Anbietern, und Geld vom Kapitalmarkt für die Kredite. Das frühere Leichtgewicht P2P gewinnt gewaltig an Masse – genug, um andere zu überrollen und an die Wand zu drängen.

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Ich treffe ja immer mal wieder auf Banker, die sich fragen, ob all die digitalen Kanäle wirklich genutzt werden. Selbst auf dem CIBI-Innovationstag Anfang dieses Jahres wunderte sich ein Teilnehmer, „wer denn all diese Internetbanking-Nutzer sein sollen, er kenne in seinem Bekanntenkreis keine“. Da konnte ich dann aus eigener Erfahrung berichten, dass für mich Online-Banking schon immer dazugehörte. Weil mein Vater bei der Deutschen Bundespost arbeitete, wir deshalb BTX hatten und schon in den 80ern des letzten Jahrhunderts Homebanking gemacht wurde. So unterschiedlich sind die Nutzungen. Man muss die Kunden nur mal fragen!

Deshalb stelle ich Ihnen heute ein Video vor, in dem ein Nutzer zu Wort kommt. Mein Kollege Marcus Goldemann, Creative Director bei Unterschied & Macher, hat es erstellt. Wir fuhren gemeinsam zum Flughafen, und ich entdeckte die Finanzmanager-App auf dem Pad am Armaturenbrett. Schnell stellte sich heraus, dass der Fahrer selbständig ist und sein Taxiunternehmen aus dem Auto heraus steuert: Liquidität prüfen, Rechnungen zahlen… und alles sicher mit dem Pad für die Bankapplikationen und dem Smartphone für die Mobile TANs.

Freundlicherweise hat der Fahrer sich gleich für ein Interview zur Verfügung gestellt, und so entstand dieses Kurzvideo. 100% Authentisch. Mobile Banking heute.

SEPA_CARD_CLEARING

SEPA Card Clearing: Für manche private oder öffentliche Bank wird es extrem sportlich!

Stichtag 14. April 2015: An diesem Tag startet der Rollout für SEPA Card Clearing in der Deutschen Kreditwirtschaft. Also jeder Debitkarten-Herausgeber oder Geldautomaten-Kreditkarten-Akzeptant in Deutschland muss ab diesem Tag in der Lage sein, SCC-Nachrichten zu verarbeiten.

Die großen Player wie die Sparkassen FinanzGruppe, der genossenschaftliche Sektor oder die Großbanken (Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank, UniCredit) arbeiten seit Anfang 2012 in verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) intensiv an der Spezifikation und Umsetzung von SCC in Deutschland. Ab November 2014 werden die DK-weiten End-to-End-Tests stattfinden.

Allerdings scheinen die kleineren Institute aus dem Bereich des Bankenverbandes oder des VÖB bei diesen Aktivitäten ziemlich spät dran zu sein.

So sagte Markus Härtel (Bundesbank) beim van den Berg Informationsforum am 19.09.2014, dass ca. 70 Institute sich noch nicht zu den bereits laufenden SCC-Bundesbank-Tests angemeldet hätten.

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EuroCoin

EuroCoin- der bessere Bitcoin?

Am Donnerstag, 25. Sept. 2014 fand erneut die Bitkom Arbeitsgruppe SEPA + Kryptowährungen in Frankfurt/Main statt, diesmal in den Räumen von NTT Data.

Eines der zentralen Themen dieser AG sind Kryptowährungen.

So gibt es Überlegungen, echtes kryptografisches Zentralbankgeld, den EuroCoin, zu schaffen. Hier will sich die Bitkom als High-Tech-Verband maßgeblich engagieren.

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Apple Pay Bank website

Apple Pay: Eine entscheidende Frage ist noch offen.

Wohl noch nie hat ein Fintech-Thema so viel Aufmerksamkeit bekommen wie Apple Pay. Hier einige der interessantesten Artikel darüber:

Zusammenfassung: Auch Apple kann trotz jahrelanger Arbeit und vielen eigenen Patenten den Payment Prozess nicht disrupten. Statt dessen kommt er jetzt in der Partnerschaft mit den traditionellen Playern zum Fliegen. Was diese natürlich erst mal beruhigt. Ja, Apple erobert damit die Kundenschnittstelle, aber die Banken sonnen sich gern im Glanz der Super-Marke Apple. Diesmal könnte es wirklich was werden mit Mobile Payment.

Viele Menschen fragen sich seit jeher, was eigentlich der Vorteil sein soll, mit dem Smartphone zu zahlen statt einer Plastikkarte oder einem Geldschein. Die Antwort lautete eigentlich immer: Kontext! Eine Karte ist dumm und hat kein Display. Sie kann mir nicht den Kontostand vor und nach dem Bezahlen anzeigen, nicht meine Ausgabenstruktur analysieren, keine Rabattsysteme automatisch berücksichtigen.

Mir scheint die Frage immer noch offen zu sein: Wie wird Apple Pay Zahlungen mit ihrem Kontext so verbinden, dass ein tatsächlicher Mehrwert entsteht? Darüber schweigen sich bisher alle Berichterstatter aus. iBeacons bieten die Möglichkeit, zu einem Produkt Informationen auf dem Smartphone anzuzeigen. Mit Pay kann jetzt auch gleich der Bezahlvorgang gestartet werden. Alles nett. Aber es trifft den Punkt nicht. Die Menschen wollen wissen, wie viel Geld sie haben, bevor sie es ausgeben. Die mit großem Abstand am häufigsten genutzte Funktion im Mobile Banking ist die Kontostandsabfrage. Die ist aber in Apple Pay gar nicht integriert! Weiterlesen

ipayment

Spät dran: Mobile Payment von Apple. Warum es doch noch der Beginn einer neuen Ära sein kann.

Apple hat sich jetzt festgelegt, wie man mit dem iPhone bezahlt: Per NFC und Kreditkarte. Neu ist daran eigentlich überhaupt nichts. Schon vor der Vorstellung des iPhone 4 (!) brodelte die Gerüchteküche um Mobile Payment, weil Apple  damals frisch NFC Know How eingekauft hatte. Aber damals wurde nichts daraus.

Tatsächlich ist Apple der letzte wichtige Smartphone Anbieter, der bisher kein NFC und Secure Element bietet. Alle anderen machten ihre Technik fit fürs mobile Bezahlen, kamen dann aber über irrelevanten Pilotprojekte nicht hinaus. Auch Google Pay kommt mit seit Jahren nicht voran. NFC wurde hier sogar als Teil des Problems ausgemacht: Die Telkos wollten selbst am mobilen Bezahlen mitverdienen und erzwangen die Deaktivierung der NFC-Chips in Smartphones, solange sie nicht davon profitieren.

Alle Augen richteten sich auf Apple. Denn anders als Google oder Samsung traute man Apple zu, sich gegen die Telkos durchzusetzen. Schon beim ersten iPhone zwangen die Kalifornier ja den Telkos die Spielregeln. Aber Apple blieb den großen Schritt schuldig. Stattdessen kamen iBeacons, und sie erschienen mir (wie vielen anderen) als Königsweg aus der NFC-Falle: denn Bluetooth ist ein Standard-Feature der Smartphones, niemand kann seine Abschaltung durchsetzen.

Und jetzt also doch? Mobile Payment, ganz klassisch, so wie es seit langem konzipiert ist? Der Grund könnte in Asien zu suchen sein. China ist für Apple mindestens genauso wichtig wie Europa, und hier konnte Apple wichtige Partner gewinnen: China Mobile und Union Pay. Beide sind involviert in den Aufbau der staatlichen geförderten Mobile Payment Plattform – und die beruht ganz klassisch auf NFC-Zahlungen. Apple bietet sich die Chance, ein wesentlicher Player in diesem Ökosystem zu werden. Dafür kann man schon mal von iBeacons zurück zu NFC gehen. Weiterlesen

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Holvi kommt nach Deutschland: Banking für “Makers and Doers”.

Mit Holvi kommt ein cooler finnischer FinTech-Anbieter jetzt auch nach Deutschland und Österreich. Holvi hat mir schon auf der Finovate Europe 2013 sehr gut gefallen. Dort zeigten sie ihren absolut eigenständigen Ansatz, einen Kontoauszug aufzubereiten: Übersichtlich getrennt nach Einnahmen und Ausgaben, und diese wiederum in Kategorien eingeteilt.

Inzwischen hat sich das Geschäftsmodell dahin konkretisiert, dass Holvi primär Freiberufler und Kleinunternehmer unterstützt. “Makers and Doers” nennt sich das dann im Marketing-Slang. Das macht Sinn: Einerseits hatte die charakteristische Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben immer schon etwas von einer Bilanz, anderseits lassen sich bei beruflicher Nutzung andere Gebührenmodelle etablieren als bei Banking für Privatkunden. Das Privatkundengeschäft ist gerade in Deutschland ja sehr wettbewerbsintensiv. Weiterlesen

DAB-Finanzmanager-Video_Übersicht

DAB-Finanzmanager

Die DAB-Bank bietet ihren Kunden mit dem DAB-Finanzmanager jetzt Personal Finance Management (PFM). Einen guten Überblick bietet das Video hier. Wie man schon am Bild oben sieht, ist der DAB dabei eine eigenständige Visualisierung gelungen. Mir gefällt der Look!

Auch von den Funktionen her hebt sich die DAB bei einzelnen Punkten von anderen deutschen PFMs ab. Zum einen integriert sie für Barzahlungen die Möglichkeit, eine Default-Verteilung des Bargelds auf die Kategorien einzugeben. Einmal einrichten, und die Bargeldzahlungen tauchen nicht mehr als großer unkategorisierter Block auf. Natürlich ist das dann keine korrekte Verbuchung. Aber es ist halt einfach. Und PFM ist schon für Nutzer, die es einfach wollen. Natürlich kann man auch weiter Barzahlungen einzeln kategorisieren.

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Hertie Stiftung

Sind Banker gierig oder können sie nicht anders ?

Von: Joachim Evers, Senior Business Consultant, syngenio AG

Unter diesem Titel fand am 10. Juli 2014 ein Vortrag der gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bei der Frankfurt School of Finance and Management statt.

 

Über 300 Teilnehmer warteten gespannt auf den Vortrag des umstrittenen Hirnforschers  Professor Dr. Christian Egler, der „in der Höhle des Löwen“ eher gemäßigt wirkte. Da der größte Saal nicht ausreichte, wurde der Vortrag in die Nachbarräume gestreamt, wo weitere Zuschauer doch noch diesem Vortrag folgen konnten.

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