Finance Life

Finance Life: Diese App sagt mir, was ich wirklich wissen will

Ein Beitrag von Mark Spiessl, SYNGENIO AG.

Kunden erhalten regelmäßig Kontosalden von Ihrer Bank. Mit dem Einzug der digitalen Kundenzugänge über Web und Mobile mittlerweile jederzeit, 24 mal 7. Kontosalden sind auch unheimlich beliebt – viele nutzen Mobile Banking für nichts anderes, als die Salden- und Umsatz-Abfrage.

Doch ist der Saldo wirklich so hilfreich, wie man denkt?

Ist der Saldo wirklich die Information, die Kunden haben wollen? Oder haben sie sich nur damit abgefunden, dass ihnen der Saldo reichen muss? Weil sie keine bessere Kennzahl bekommen, die ihren Finanzstatus zusammenfasst?

Alle Kunden haben unterschiedliche Fragen, die sie eigentlich beantwortet haben möchten: Ist die Rate für mein Auto schon vom Konto abgegangen, oder kommt das noch? Werde ich am Ende des Monats noch Geld übrig haben, oder am Ende des Geldes noch Monat?  Wieviel kann ich noch bis zum nächsten Geldeingang pro Tag ausgeben, ohne dass es knallt?

Mit dem Kontosaldo beginnt das Kopfrechnen…

Außer bei der FinanceLIFE App. Mit der FinanceLIFE Produktsuite hat SYNGENIO ein Produkt entwickelt, das Kunden das Kopfrechnen abnimmt. Es zeigt gleich das Ergebnis der Kopfrechnung auf einen Blick – und nicht nur dem Saldo. Und, weil jeder Kunde andere Fragen hat, kann der Kunde auch mit einem Swipe auf seinem Smartphone die Ansichten wechseln und seine persönliche ideale Kennzahl wählen.

Das Produkt ist modular aufgebaut und flexibel einsetzbar: Als Stand-Alone App oder integriert in eine vorhandene Banking App, für Kreditkarten oder Girokonten, (jeweils einzelne oder auch mehrere bis hin zu Multibanking).

Der Clou ist: Weniger ist mehr, wenn es das Richtige ist!

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Von fancy Banks und seriösen Startups

Kennen Sie das? Der Tante-Emma-Laden an der Ecke nennt sich Supermarkt, weil er größer erscheinen will, und die globale Franchise-Kette macht auf Manufaktur, weil sie so gern persönlich wäre.

So ähnlich habe ich mich bei der innovationsForBanks 2017 gefühlt, die am 17. und 18.5. stattfand. Neben wirklich guten Gesprächen gab es dort spannende Vorträge rund um die Hot Spots der Innovation bei Banken. Ich selber habe über die Financial Health Lösung der SYNGENIO berichtet, darüber schreibe ich in einem kommenden Beitrag mal ausführlicher.

Im Fokus stand das Verhältnis von Banken zu FinTechs, weswegen auch beide Gruppen auf dem Podium waren. Und siehe da: Die Banken zeigen sich von ihrer hippen und agilen Seite, die StartUps machen auf seriös. Das liegt zum Teil sicher daran, dass man immer über Dinge berichtet, an denen man gerade aktiv arbeitet. Was man schon so richtig gut beherrscht, erscheint ja alltäglich und nicht berichtenswert. Ich habe aber den Eindruck, dass die Annäherung ernst gemeint ist. Als Beleg jeweils kurz zwei Beispiele. Vorträge von Banken:

Dr. Sven Deglow zeigte unter dem Titel „Ideen entstehen nicht am Schreibtisch“, wie die comdirect ihre Kultur weiterentwickelt hat. Zu den sichtbaren Outputs gehört der Blog, der Alexa-Skill zur Börsenkursabfrage, und der „Robo“ Anlageservice Deutschland-bankt-neu.de, bei dem die Kunden wählen können, wieviel Bankberatung sie für ihre Anlage buchen möchten.

Alexandra Seidel vom Innovationsmanagement der Postbank berichtete fast wehmütig von der Hackathon-Roadshow. Ein wahres Mammut-Event: über 10 Monate verteilt fanden in 7 Städten 3 Meetups und 3 Hackathons sowie das Finale statt. Die Siegerideen könnten jetzt zu Startups werden und die Postbank als Referenzkunden nutzen. Wer seine Idee nicht selber weiterentwickeln will, freut sich am Preisgeld und überlässt sie der Postbank.

Die Startups stellten sich einer Jury und einem Publikumswettbewerb. Letzteren gewann giromatch, die ihre Plattform Banken anbieten: Akquise, Scoring, Vertragsabschluss und Abwicklung von Krediten laufen über die Plattform. Das ist richtig hartes Bank-Kerngeschäft, das hier digitalisiert wird. Da geht’s ans Eingemachte.

Beim Customer Onboarding gab es von ID Now einen schon fast philosophischen Vortrag über Identifikation und Authentifizierung, der dann aber in die Vorstellung harter technologischen Weiterentwicklungen bei der Erkennung von Ausweisen und Gesichtern mündete. Letzteres ist durchaus nötig, um mit der Kreativität der Betrüger mitzuhalten. Wobei die Ganoven derzeit anscheinend eher mit low-tech social engineering arbeiten als mit High-Tech-Angriffsvektoren, wie sie das BSI schon mal vorweggenommen hat (Echtzeit-Video-Manipulation zur Einblendung eines fiktiven Ausweises).

Ein Eindruck blieb definitiv: Die Identifikation durch Algorithmen plus ausgebildete Menschen ist der alleinigen Prüfung durch „Amateure“ in Bank- oder Post-Filialen sicher überlegen. Ich bin mal gespannt, wann das GWG vorschreiben wird, dass eine starke Identifikation eine algorithmische Prüfung enthalten muss.

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