Finance2.0-Konferenz

Next Gen Finance: Die Events im kommenden Halbjahr

Die folgenden Veranstaltungen kann ich Ihnen ans Herz legen, wenn Sie sich über den Stand der Dinge in der Next Generation Finance austauschen wollen – ich selber plane ebenfalls, dabei zu sein:

  1. CIBI Innovationstag am 19. März in München
  2. JAX Finance am 28.-29. April in London
  3. Finance 2.0 Konferenz am 05. Mai in Zürich
  4. Innovation for Banks am 20./21. Mai in Köln

Kurzeinstieg zu den Veranstaltungen:

CIBI Innovationstag

„Digitalisierung zwingt zu differenzierten Strategien“ titelt das ibi research über einen der Tracks – und diese Sichtweise ist typisch für die Veranstaltung. Die Stärke des CIBI Innovationstages liegt immer darin, dass er Banken und FinTechs aller Couleur zusammenbringt – vom BVR über Consors bis Yapital. Und natürlich bekommt man Einblick in die Forschungssicht des ibi –  das Preis- Leistungsverhältnis der Veranstaltung ist kaum zu schlagen. Diesen einen Tag sollten Sie sich unbedingt Zeit nehmen.

JAX Finance London

Der „Jax Finance Day“ war jahrelang ein Finance-Track auf den Jax- und W-Jax-Konferenzen in Deutschland. Ich habe das Konzept damals mit dem S&S-Verlag zusammen entwickelt und die JAX Finance Days moderiert. Jetzt ist daraus ein eigenständiger Event entstanden, der in London als zweitägige Konferenz stattfindet. Ich bin daran nicht mehr beteiligt und auch ein wenig traurig, dass es offenbar nur in London genug Potenzial für eine echte Finanzkonferenz für Teckies gibt. Aber gut – die Flüge sind günstiger, als man denkt. Fahren wir eben wieder mal ins Vereinigte Königreich.

Finance 2.0 Zürich

Schon zum dritten Mal findet die Finance 2.0 Konferenz in Zürich statt. Über das Programm lässt sich bisher noch wenig sagen. Ich kann nur aus der Vergangenheit berichten, dass es spannende Neuvorstellungen und gute Referenten gab. Auch für deutsche Teilnehmer lohnt sich der Blick über die Grenze – auch wenn die stets bescheidenen Schweizer das natürlich nicht so laut sagen, aber man kann sich dort einiges abgucken.

Innovation for Banks

Ich war jetzt zweimal auf der Innovation for Banks und fand die Dynamik unter den Teilnehmern stets sehr positiv. Mein Eindruck: Hier sind diejenigen, die wirklich was umsetzen. Nicht die Chief Strategy Officer, eher die Abteilungsleiter und Produktmanager, die das Banking modernisieren. Entsprechend locker kann man sich unterhalten. Ich freue mich schon darauf, Sie dort zu treffen!

Zum Schluss noch der Disclaimer: Ich bekomme für diese Empfehlungen keine Provision der Veranstalter, auch keinen freien Eintritt oder sowas. Bloginhalte sind nicht käuflich, ich empfehle nur, was ich wirklich für empfehlenswert halte.

Finovate2015

Die paradoxe Botschaft der Finovate Europe Konferenz 2015

Soeben endet die Finovate Europe 2015 in London. Sie ist immer noch die wichtigste Konferenz für FinTech, sendet aber diesmal eine paradoxe Botschaft:

Einerseits boomt der FinTech-Markt. Allein in Großbritannien wurden 2014 über 340 Millionen Pfund in FinTech Firmen investiert. Der Markt für Finance Technologie insgesamt wird auf ein Volumen von 20 Milliarden geschätzt (Sunday Times von letztem Sonntag). Auch die Finovate selbst war so ausgebucht wie nie, und es waren auch wieder etliche Venture Capitalists vor Ort.

Anderseits stehen die Banken im Fokus. Die deutliche Mehrzahl der Präsentatoren zeigte Angebote für Banken, keine Revolutionen gegen den Bankensektor mehr. Selbst Bitcoin kam primär vor in Form von Portalen, die Banken eine einfache Integration ermöglichen. FinTechs sehen Banken heute als Kunden oder als Exit Strategie, nicht mehr als Gegner.

Was bedeutet das? Der Kampf um Kunden, um bessere Angebote und neue Dienste ist nicht vorbei. Er wird aber vor allem Bank gegen Bank stattfinden, weniger Bank gegen IT-Startups. (Wobei die Finovate natürlich den Blick insofern verzerrt, als die IT-Riesen wie Apple erst gar nicht vor Ort sind.)

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Ripple Payments

Ripple schlägt Wellen: Fidor unterstützt Alternative zu Bitcoin

Ripple versucht sich an einem ganzheitlicheren Verfahren für internationale Echtzeit-Zahlungen als Bitcoin es bietet. Aufwind bekommt Ripple jetzt durch Fidor, die als erste Bank weltweit das Protokoll unterstützt. Vorgestellt hat Matthias Kröner die Initiative der Fidor letzte Woche auf der Konferenz „Zahlungsverkehr der Zukunft“, die ich als Teilnehmer und Referent für „Next Generation Finance“ besucht habe.

Wie unterscheidet sich Ripple von Bitcoin? Zwei Kernpunkte sehe ich:

  • Zum einen deckt Ripple auch die Schnittstellen zu realen Währungen ab. Gerade hier, bei den Börsen, ihrer Zuverlässigkeit und den Umrechnungskursen, war Bitcoin bisher schwach.
  • Zum anderen ist Ripple weniger auf Konfrontationskurs zu etablierten Finanzstrukturen ausgelegt. Im Gegenteil, es bietet von Anfang an die Möglichkeit, unterschiedlich stark regulierte Payment-Strukturen auf Basis seines Protokolls zu realisieren. Banken sind quasi natürliche Gateways in die Ripple-Welt.

Außerdem gibt es bei Ripple kein Geld-Mining und damit auch weniger spekulative Goldgräberstimmung. Aber schauen wir erst einmal, worum es überhaupt geht: Weiterlesen

Display TAN von NFC-TAN

INNOVATIONSforBANKS 2014: Mobile Banking Sicherheit im Fokus

Heute und morgen findet die Konferenz Innovations for Banks des Bankingclub statt. Einen Schwerpunkt bildeten heute Mobile Payment und Mobile Banking, insbesondere die Sicherheitsaspekte.

Mit „Display TAN“ zeigte Dr. Bernd Borchert von der Uni Tübingen das vermutlich handlichste Chipkarten-TAN-Gerät der Welt: Es wird einfach direkt in die Karte integriert (siehe die Grafik oben, von www.nfc-tan.com).  Das Smartphone sendet per Bluetooth oder NFC die Transaktion an die Karte. Ein Display in der Karte zeigt die zu signierende Transaktion an, per OK-Button bestätigt der Nutzer. Der Kartenchip generiert dann die TAN, das tut er schon bei heutigen chipTAN-Verfahren. Wiederum per Bluetooth/NFC gehen die Daten zurück ans Smartphone. Solche Karten existieren bereits, als Kosten wurden 9€ / Stück genannt, das ist im Vergleich mit üblichen Chipkarten-TAN-Geräten eher günstig, um Vergleich mit Standard-Karten natürlich sehr teuer.

Mehr zur Diskussion um Sicherheitsverfahren im Mobile Banking und ums Mobile Payment:

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CIBI Innovationstag 2014

CIBI Innovationstag 2014: Erfahrungsberichte zu PFM in Deutschland

Unter der Überschrift „Eine neue Welle von Innovationen bei Finanzdienstleistern“ schickte der Veranstalter ibi Research heute in München den CIBI Innovationstag 2014 ins Rennen.

Nach den Keynotes bot die sehr gut besuchte Veranstaltung drei Tracks zu PFM, „Von SEPA zu PSD2“ und Bankinnovationen. Ich war im PFM-Track, dort gaben ibi, Volksbank Bühl, comdirect und figo spannende Einblicke in den aktuellen Stand der Akzeptanz von PFM in Deutschland. Endlich Erfahrungswerte zu PFM! (Mehr dazu weiter unten.)

Vorher wurde aber erst einmal die Revolution ausgerufen. Und zwar in den Keynotes. Dabei war Martin Kölsch von Fidor noch am Zurückhaltendsten. Er hatte seinen Vortrag mit „Web 2.0“ betitelt (erinnern Sie sich? So hat man es damals genannt, als Interaktivität und User Experience ins Web kamen …) und spannte dann auch den großen Bogen über die Zeit von DAB-Gründung bis heute. Seine Kernaussage:

„Es geht um eine Revolution in der Kunde-Bank-Beziehung. Es geht um Augenhöhe. Die gibt es im Strukturvertrieb nicht, und sie entsteht auch nicht einfach durch Digitalisierung. Das ist eine Kulturfrage.“

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Brett King FI-TS Talk

Brett King: „Banking wird sich in den nächsten 10 Jahren stärker ändern als es sich in den letzten 100 Jahren geändert hat.“

Brett King hat eine bemerkenswerte Fähigkeit: Er vermittelt, wie sich die Zukunft anfühlen wird. Er erreicht Zuhörer emotional, man spürt die Andersartigkeit der neuen Kultur, die bereits entstanden ist und die sich ausbreitet. Er zeigt das Video eines Live-Konzerts des virtuellen Popstars Hatsune Miku. Und blendet dann das Bild einer mäßig gelaunten Bankberaterin mit einem Stapel Antragsformulare ein. Jeder im Auditorium spürt den Kulturschock. „Glauben Sie wirklich, dass diese Leute, die Live-Konzerte eines Avatars besuchen, dass die also in eine Filiale gehen und Papiere unterschreiben?“

Selbst ein Vordenker wie Thorsten Hahn vom Banking Club kam da ins Nachdenken. Mit einigen anderen Bloggern zusammen waren wir heute nämlich beim 13. Management Forum der FI-TS (mehr im FI-TS Blog). Neben dem sehr guten Vortragsprogramm in der BMW Welt in München konnten wir Brett King beim „Blogger Lunch“ treffen. Mehr zum Gespräch folgt in einem späteren Beitrag. Zuerst möchte ich berichten, wie Brett King in seinem mitreißenden Vortrag den gesamten Marketing- und Vertriebs-Antritt der Finanzbranche in Frage stellte:

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„Best of Show“ der Finovate Europe 2014

Am 11. Und 12.02. fand die Finovate Europe 2014 in London statt. Zum Glück gab es eine Plattform für Bank-basierte Bitcoin-Zahlungen zu sehen und ein BLE-Payment per Smartwatch. Also auch mal wirklich aktuelle Themen. Ansonsten war Finovate 2014 vor allem ein Update der Entwicklungen, die man schon auf der Finovate 2013 gesehen hat.

Das ist nicht unbedingt schlecht: Es kann bedeuten, dass die wesentlichen Ausrichtungen der Next Generation Finance bekannt und konsensfähig sind. Die Entwicklungen laufen derzeit daraus hinaus, die einzelnen Ansätze valider umzusetzen. Plus: Bausteine wachsen zusammen. Die bessere Umsetzung der bekannten Ideen ist jetzt wichtiger als die bessere Idee.

Die wichtigsten Themen waren:

  • Feature Rich Online / Mobile Banking: Online Banking ändert sein Wesen, seine Gestaltung und erweitert seinen Umfang. Über alle Devices hinweg. Das war Konsens, es geht nur noch darum, wer das besser macht.
  • Sicherheit und Betrugserkennung: Mehrere Lösungen befassen sich mit mobile Security und Fraud Detection im eCommerce.
  • Banking für Kleinunternehmen: Die Integration von Business Intelligence Werkzeugen für Kleinunternehmen direkt ins Banking erleichtert den Firmen ihr eigenes Management und gibt der Bank einen tiefen Einblick ins wirkliche Geschäft. Und damit eine bessere Basis für die Kreditvergabe, die vor allem kurzfristige Liquiditätsprobleme lösen muss.
  • Geld bewegen: Bezahlen und Alternativen zum klassischen Zahlungsverkehr waren auch wieder gut vertreten. Aber oft wieder so, dass sie zum Scheitern verurteilt scheinen, weil die Hürden für eine weite Verbreitung zu hoch sind. Eigentlich schauen wir hier gerade alle auf Apple…

Die wichtigsten Ansätze und Technologien waren:

  • UX! User Experience ist weiterhin das zentrale Thema. Attraktive Interfaces, Responsive, Joy of Use. Da ist ja auch wahrlich noch viel zu holen im Finanzbereich!
  • Big Data: Ob für Sicherheit oder Aktienprognosen: Mehr Daten sammeln und auswerten bietet noch jede Menge Potenzial. Zum Nutzen der Kunden, aber manchmal eben auch zum Nutzen von Banken und Händlern … die Datenschutzaspekte muss man erst mal prüfen.
  • Psychologische Analysen: Motivation und Interessen der Kunden werden betrachtet. Wiederum kann man daraus Security Features bauen, oder Ansätze zur automatischen Beratung, oder einfach nur die richtigen Rabatte im richtigen Moment platzieren.

Insgesamt 8 der 68 Beiträge wurden zur „Best of Show“ gewählt. Hier sind sie:

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Finovate_Europe_2014_Blog

Vorschau Finovate Europe 2014

Nächste Woche findet in London wieder die Finovate Europe 2014 statt, garantiert der coolste Banking Event des Jahres im guten, alten Europa. Wenn Sie auch dabei sind, freue ich mich über eine Mail oder einen Kommentar im Blog, ich würde gern die Vernetzung der deutschen Teilnehmer untereinander fördern, vielleicht gehen wir ja auch auf ein Pint oder einen Tea in die City?

Was gibt es zu sehen? Wie immer führt Finovate in den Demosessions Innovationen live vor, kurz und knackig, und gibt einem genug Zeit, die interessantesten Referenten zwischendrin am Stand zu besuchen. 68 Demos an zwei Tagen! Da lohnt es sich, vorab schon mal einige anzuschauen:

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Wow! Die Medien verschieben das SEPA-End-Date!!

 

Heute war in diversen Medien von der Verschiebung der SEPA-Einführung zu lesen und zu hören.

Also: Erst einmal gibt es SEPA seit 2008, allerdings sollen die alten deutschen Zahlungsverkehrssysteme per Gesetz (EU-Verordnungen haben Gesetzescharakter) zum 01.02.2014 abgeschaltet werden.

Wir erinnern uns schmerzlich daran, dass die deutschen Medien das Thema SEPA lange Zeit weitgehend ignoriert haben. So wurden Pressetermine und –Mitteilungen geradezu boykottiert.
„Das Thema sei für die Leser nicht interessant“ war zu vernehmen.

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Bajorat_Titel

Mobile News: PFM, Rechnungen zahlen, Andre M. Bajorat treffen

Bei den mobilen Finanzlösungen tut sich einiges. Drei interessante News stelle ich Ihnen vor. Solche Kurzmeldungen und Kurzvorstellungen werde ich zukünftig auch gelegentlich über die Google+ Seite dieses Blogs  posten. Wenn Sie Google+ nutzen, können Sie die Seite einfach in Ihre Kreise aufnehmen.

Die News als Überschrift:

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