FrankfurtSchoolofManagement_Finanzdienstleister_der_naechtsen_Generation_2013

„Paradigmenwechsel im Finanzdienstleistungsmarkt“

„So langsam wacht die Finanzbranche aus ihrem Dornröschenschlaf auf. Sie reagiert auf die neuen Unternehmen, die mit Technologien immer neue Steinchen aus der Wertschöpfungskette herausschlagen.“ So begrüßte Prof. Jürgen Moormann von der Frankfurt School of Management die Teilnehmer der heutigen Konferenz „Finanzdienstleister der nächsten Generation“.

In Frankfurt trafen sich heute die „Angreifer“ der Branche wie Paypal, Google, ING-Diba, Seedmatch, wikifolio. Die meisten Vorträge sind einen eigenen Blogbeitrag wert, so sehr passen sie zum Thema. Ich zitiere mal Highlights und fasse danach die Kernpunkte zusammen:

Holger Friedrich, Geschäftsführer COREtransform:

„Die Finanzbranche befindet sich in einem Paradigmenwechsel. Es gibt mehrere Gründe, die nahelegen, dass infolge des Wechsels auch Teilnehmer aus dem Markt ausscheiden werden.“

Robert Lempka, Gründungspartner Next Generation Finance Invest:

„Es ist für etablierte Anbieter immer schwer, die Veränderung von Geschäftsmodellen zu akzeptieren. Der Anpassungsbedarf ist akut noch nicht überlebenswichtig, das kommt aber zwangsläufig. Dann kommt es zu einem Herdenverhalten, bei dem alle auf einmal durch die Tür wollen. Dann wird’s eng.“

Und noch mal Herr Lempka:

„Technologie ist ganz klar die Grundlage, sich zum Finanzdienstleister der Zukunft zu entwickeln. Man muss das wirklich als eine neue Qualität begreifen, nicht nur kleine Schritte machen.“

Prof. Moormann von der Frankfurt School of Management:

Warum geht ein Kunde eigentlich in eine Bank? Wegen der Konditionen? Wegen der Plakate im Schaufenster? – Der Kunde will gar kein Bankprodukt. Der Kunde will seine eigenen Ziele verwirklichen.“

Jens Quadbeck (Google) zu Google Wallet:

„Die Finanztransaktion ist uns relativ egal. Google interessiert die Möglichkeit, Online- und Offline-Welt zusammen zu bringen. Kunden und Geschäfte vor Ort.“

Markus Kröger, Paypal:

„Die mobilen Zahlungen über Paypal in Deutschland sind von 2011 auf 2012 um 250% gestiegen. Insgesamt machen sie heute 10% aller Zahlungen aus.“

Katharina Herrmann, Vorstand der ING-Diba:

Es sind fundamentale Dinge, die sich bei den Kunden ändern. Die ING-Diba wird davon profitieren. Nur 11% der Menschen wünschen sich explizit eine Präsenz von Finanzdienstleistern in Social Media. Aber 75% vertrauen Empfehlungen aus sozialen Netzwerken.

Mehr zu den Kernaussagen der Vorträge:

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