DAB-Finanzmanager-Video_Übersicht

DAB-Finanzmanager

Die DAB-Bank bietet ihren Kunden mit dem DAB-Finanzmanager jetzt Personal Finance Management (PFM). Einen guten Überblick bietet das Video hier. Wie man schon am Bild oben sieht, ist der DAB dabei eine eigenständige Visualisierung gelungen. Mir gefällt der Look!

Auch von den Funktionen her hebt sich die DAB bei einzelnen Punkten von anderen deutschen PFMs ab. Zum einen integriert sie für Barzahlungen die Möglichkeit, eine Default-Verteilung des Bargelds auf die Kategorien einzugeben. Einmal einrichten, und die Bargeldzahlungen tauchen nicht mehr als großer unkategorisierter Block auf. Natürlich ist das dann keine korrekte Verbuchung. Aber es ist halt einfach. Und PFM ist schon für Nutzer, die es einfach wollen. Natürlich kann man auch weiter Barzahlungen einzeln kategorisieren.

DAB-Finanzmanager-Video_Barausgaben

Zum anderen hat sich die DAB Gedanken gemacht, was man mit dem PFM denn schlussendlich tun kann außer hübsche Grafiken anschauen: Der Finanzmanager zeigt an, wieviel Geld monatlich übrig ist und damit gespart werden kann. Natürlich gleich mit Hinweisen, wie der Sparbetrag bei der DAB gewinnbringend angelegt werden kann. Genau solche Ansätze sind es, die das entscheidende Potenzial von PFM heben: Die Interessen von Kunde und Bank in Deckung zu bringen. Cross Selling, das nicht als solches rüberkommt. Sondern als eine sinnvolle Empfehlung. Ähnlich wie bei Amazon’s „Ihre Empfehlungen“: Auch das ist reine Werbung, wird aber auch von kritischen Verbrauchern nicht als solche wahrgenommen.

Kolleginnen und Kollegen, die den Finanzmanager nutzen, sind auch mit der automatischen Buchungszuordnung zufrieden. Offenbar wurde auch „unter der Motorhaube“ gut gearbeitet.

Damit kann man allmählich sagen, dass Personal Finance Management zum Online Banking in Deutschland einfach dazugehört. Postbank, comdirekt, Volksbanken, einzelne Sparkassen und die DAB – das ist schon ein guter Querschnitt. Und wir werden dieses Jahr noch mindestens eine weitere bekannte Bank sehen, die ihr PFM-Angebot startet.

Ab jetzt wird es darum gehen, PFM zu integrieren in die Omnichannel-Strategie der Bank. Es müssen die konkreten Mehrwerte identifiziert werden, die aus PFM für Bank und Kunde entstehen. PFM muss auch als Selbstberatungstool verstanden werden, und so eingesetzt werden.

DKB-Finanzmanager

Elmar Borgmeier

Gestaltet Online Finance seit 1997. Glaubt an die Symbiose von Finance und IT. Ist Mitgründer und Chief Innovation Officer der syngenio AG. Moderator des JAX Finance Day. Berater für Next Generation Finance. Philosophiert gern über IT und realisiert noch lieber konkrete Lösungen.

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Herr Borgmeier,
    mal
    wieder ein interessanter Beitrag. Mir gefällt der Satz: jetzt müssen erst mal Mehrwerte identifiziert werden. Ich bin mal so frech das falsch zu verstehen. Es gibt keine!
    Deshalb wird
    kein Kunde für PFM zusätzlich bezahlen
    und kneine Bank
    wird wegen PFM einen neuen Kunden gewinnen. Ich unterstütze ihre Aussage das Selbstbetatumg mäglich sein. Dafür ist Multibanking und ein unabhängiges Produktangebot erforderlich. Kommt dann noch Payment und Echtzeit dazu, was dann On the fly
    Beratung durch Big Dara Analyw ermöglicht wird ein Scuh draus. Die
    Kontrolle und Steuerung aollte immer in der Hand des Kunden bleiben. Und noch ein Punkt. Je enger die Interaktion
    zwischen dem – ich nenne das jetzt mal Finance Hub – und dem Verbraucher wird, desto mehr wird der Kunde von seinen Finanzen verstehen, desto unkomplexer werden Finanzprodukte und desto weniger brauch der Mensch Beratung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Boris Janek

    Antworten

    • Hallo Herr Janek,

      danke für dieses erfrischende Feedback!
      Ich kann das durchaus unterschreiben.
      Viele Banker haben im Moment diese fixe Denkschublade „PFM“ im Kopf, was dann immer gleich „Kategorisieren“ bedeutet.
      Dabei macht ein „Finance Hub“, so wie Sie es skizzieren, viel mehr Sinn. Aber Stichworte wie Multibanking und unabhängiges Produktangebot bedeuten halt auch, dass die Anbieter den Sprung vom bisherigen zu einem neuen Geschäftsmodell machen müssen. Aber so richtig.
      Mal sehen, wer sich das traut.

      Nichtsdestotrotz hat die DAB die Reihe der bisherigen PFM-Anbieter in Deutschland mit einer Gestaltung belebt, die sich abhebt. Vielleicht nicht der entscheidende Durchbruch, aber lobenswert.

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  2. Ich habe eine Frage,

    hat die DAB ihr PFM selbst entwickelt oder handelt es sich auch um eine White Label Implementierung von einer der bekannten Größen wie Meniga, Geezeo oder Strands?

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    • Die DAB setzt ein Produkt ein, entwickelt aber auch selbst, insbesondere die GUI. Das macht aus meiner Sicht absolut Sinn: Generische Funktionen wie die Klassifikation von Transaktionen kann man gut als Produkt zukaufen. Da, wo das Unternehmen sich differenzieren will im Wettbewerb, muss man Lösungen individuell passend gestalten.

      Antworten

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