JBF One 2017

Digitalisierung. Komplett.

Edward Snowden. Roboter. Künstliche Intelligenz. Abwehr von Cyberattacken. Eigene Start Ups. Das waren nur einige Highlights der diesjährigen Entwicklerkonferenz der Fiducia GAD namens JBFOne. Obwohl die Konferenz unter dem Motto „Future. Now.“ stand, hätte man auch sagen können: „Digitalisierung. Komplett.“ Denn was besonders beeindruckte, war die Bandbreite an Themen, die die Fiducia GAD nicht nur auf dem Radar hat, sondern wirklich aktiv bearbeitet. Das geht von eher noch spekulativen Themen wie den Robotern über ganz konkrete neue Geschäftsmodelle eigener Start Ups bis zur dunklen Seite der Digitalisierung, nämlich der Abwehr von Hackern und Betrügern.

Ich habe in meinem Vortrag zum Thema UX vor allem Digitale Assistenten anhand der entsprechenden SYNGENIO-App diskutiert – vor allem aber habe ich sehr viele hochspannende Vorträge gehört. Deren Inhalte sind zum großen Teil vertraulich, aber einiges gibt es doch zu berichten: 

Live-Schaltung mit Edward Snowden

Die Themen Datenschutz und Privatsphäre wurden durch Edward Snowden persönlich vorgestellt (per Live-Zuschaltung). Eine sehr gute Aktion, um allen Teilnehmern noch mal klar zu machen, dass die klassischen Bank-Kernkompetenzen Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit immer noch hip und cool sind und ein würdiges Betätigungsfeld für die Besten. Auch in den weiteren Vorträgen bekam die Abwehr der dunklen Seite der Digitalisierung viel Raum – sehr gut gemacht und allen FinTechs zur Nachahmung empfohlen!

Eigene Start Ups

Vorgestellt wurden drei interne Start Ups, die zur Zeit in der Inkubationsphase sind. Eines davon ist SARABI – der Vertrauensassistent. Damit kann ich zukünftig mit meinem Konto sprechen. Statt dass ich mich durch Menüs klicke, sucht der Assistent die gewünschten Informationen für mich heraus. Meines Erachtens genau die Richtung, in die es gehen muss bei Bank-Apps!

Innovationskultur

Auch Themen der Innovationskultur und eher noch experimentelle Ansätze hatten ihren Platz. So etwa die Roboter VRida und VRodo, die ertsmals im Frühjahr auf der Com17-Konferenz öffentlich vorgestellt wurden. Seither haben sie dazugelernt – aber Preis und Fragen der Praxistauglichkeit lassen einen schnellen Einsatz eher nicht erwarten. Design Thinking hingegen war ein praxisnaher Workshop – und mit den Gedanken der Methode können gar nicht genug Mitarbeiter vertraut gemacht werden!

 

Elmar Borgmeier

Gestaltet Online Finance seit 1997. Glaubt an die Symbiose von Finance und IT. Ist Mitgründer und Chief Innovation Officer der syngenio AG. Moderator des JAX Finance Day. Berater für Next Generation Finance. Philosophiert gern über IT und realisiert noch lieber konkrete Lösungen.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Ob es wie das angeführte Beispiel SARABI der Vertrauensassistent wirklich Sinn macht, einem User den Kontostand vorlesen zu lassen oder mit Worten über einen Eingang einer Zahlung zuinformieren… sei dahin gestellt.

    Zur Info: Unser Internetbanking App hypo@mobile – aber auch die meisten österreichischen – Banking Apps bieten schon jetzt PUSH-Nachrichten. Kostenfrei. Und da kann man sich PUSH-Infos zuschicken lassen wenn es zu Eingängen bestimmter Beträge, Betragsbereiche, Absender gibt oder auch gewisse Limits unter- bzw. überschritten werden.

    D.h. der Kunde wird schon informiert, aber nicht mit Sprache, sondern mit PUSH-Nachricht.

    Antworten

    • Hallo Herr Fiechtner,

      da haben wir doch ein hübsches Feld für einen deutsch-österreichischen Wettbewerb 😉
      Im Ernst: Danke für Ihren Beitrag! SARABI soll nach meinem Verständnis primär auch per Text genutzt werden, weniger per Sprache – über Geld spricht man ja bekanntlich nicht, vermutlich auch nicht mit seinem digitalen Assistenten. Letztlich geht es um die Frage, wie sich die „Intelligenz“ der Push-Nachrichten weiterentwickeln lässt. Also wie komplex die Abfragen sein können und wie sinnvoll die Ereignisse ausgewählt werden, die eine Push-Nachricht auslösen. Aber ich gehöre ja auch nicht zum Team, ich betrachte das Projekt auch nur von außen.

      Antworten

Schreib einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Top