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Interview: kesh prescht vor bei Mobile Payment

Wir begrüßen heute Frau Sarah Buchwald, die innerhalb der XCOM-Unternehmensgruppe die Kommunikation zur Mobile-Payment Lösung „kesh betreut.

Frau Buchwald, haben Sie heute schon mobil bezahlt?

Ja, gerade erst haben meine Kollegin und ich in der Mittagspause das schöne Wetter ausgenutzt und uns einen Eisbecher gegönnt. Unsere Rechnung haben wir natürlich mit dem Smartphone, mit kesh, bezahlt.

Wie funktioniert kesh?

kesh ist das mobile Bezahlsystem der biw. Die biw Bank für Investments und Wertpapiere AG ist eine Tochter der XCOM AG und hat ihren Sitz in Willich/NRW. kesh ermöglicht bargeldloses Bezahlen per Smartphone. Kunden müssen nur die kesh-App installieren und können dann bei ausgewiesenen kesh-Händlern bezahlen. Dabei kommt das Smartphone einer „virtuellen Geldbörse“ gleich, auf die unsere Kunden mit einem persönlichen PIN-Code zugreifen können.

Einzige Voraussetzungen für die Nutzung ist die Anmeldung mit Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Bankverbindung. Das Geld wird nach Verifizierung der Daten dann direkt bequem per Lastschrift vom persönlichen Girokonto aufs kesh-Konto gebucht. Neben dem Bezahlen können Sie zukünftig via kesh auch Überweisungen zu Freunden, Verwandten oder Bekannten tätigen – natürlich auch dann wenn sie sich an verschiedenen Orten aufhalten.

Müssen Händler ein Konto bei der biw haben?

Für den Einsatz von kesh benötigen Händler nur ein internetfähiges Smartphone oder Tablet, sowie ein kostenloses kesh-Geschäftskonto. Die kesh-App wird ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt und kann unabhängig vom existierenden Kassensystem schnell eingerichtet und betrieben werden.

Welche Vorteile ergeben sich mit der Nutzung von kesh für den Händler?

Für Händler bietet kesh die Möglichkeit, fällige Beträge – im Gegensatz zur Bezahlung per EC- oder Kreditkarte – in Echtzeit auf dem eigenen Konto zu verzeichnen. Betrieb und Kosten für Kartenterminals entfallen, ebenso reduzieren sich die Kosten der Bargeldhaltung. Der Handel profitiert nicht nur von den vergleichsweise geringeren Gebühren zur Girocard, es entfällt zudem das Ausfallrisiko einer Zahlung. Wartezeiten an den Kassen lassen sich durch eine schnellen Transaktionsprozess reduzieren.

Auch die Integration in einen Webshop ist möglich. Der Webshop-Betreiber erhält nach Freigabe durch den Kunden Zugriff die Daten des Kunden, so dass der Kunde diese nicht mehr im Webshop eintragen muss. Das heißt, der Bestell- und Versandprozess verkürzt sich. Das freut nicht nur den Kunden, der seine Ware schneller erhält. Auch der Webshopbetreiber muss nicht das Risikos eines Zahlungsausfalls einkalkulieren, denn die Begleichung des Rechnungsbetrags erfolgt mit kesh in Echtzeit.

Über mobiles Bezahlen machen sich verschiedenste Anbieter ja seit über zehn Jahren Gedanken. Bisher kam wenig davon beim Endbenutzer an. Was macht kesh anders?

Was nehmen Sie mit,wenn Sie das Haus verlassen? Bei mir persönlich gehört das Handy schon längst zu den Dingen, die ich immer in der Tasche habe. Daher ist für uns auch der Wunsch verständlich, gerne komfortabel per Handy bezahlen zu wollen. Allerdings gibt es aktuell in der Praxis noch sehr wenig Möglichkeiten.

Wir haben in unserer Testphase mit kesh festgestellt, dass die Bedürfnisse von Kunde und Händler weit auseinander liegen. Daher möchten wir kesh-Kunden zukünftig zum Beispiel mit Bonusprogrammen und smarter Einkaufsunterstützung (z.B. kesh-Shop Finder) unterstützen.

Von Händlern hingegen haben wir aus Gesprächen erfahren, dass sie sich vor allem Prozesserleichterungen und smarte Services für den Kunden (Kundenkarten, digitalen Quittungen), sowie eine moderne und kostengünstige Alternative zu ec- und Kreditkartentransaktionen wünschen.

Bei neuen Paymentverfahren am POS stellen Benutzer ja immer zwei Forderungen: Schnell muss es gehen und sicher soll es sein. Was sich oft widerspricht. Wie geht kesh mit dem Balanceakt um?

Wie unser Slogan schon sagt: „kesh ist wie Bargeld: schnell und einfach, nur bequemer und sicherer.“ Wir möchten, dass unsere Kunden sich mit kesh sicher fühlen, die Bezahlung aber trotzdem schnell und bequem in der App . Daher hat unser System von dem offiziellen Start auch bereits eine umfangreiche Testphase durchlaufen. Uns war es wichtig bei der Entwicklung von kesh darauf zu achten, eine intuitiv zu bedienende App zu konzipieren.

Zudem garantieren wir als Anbieter von kesh mit unserer deutschen Banklizenz für die Einhaltung aller banküblichen Sicherheitsstandards und einer reibungslosen Abwicklung der Zahlungen über unser Banksystem.

Wir sind stolz, dass auch die Stadt Willich von kesh überzeugt ist. Am vergangenen Montag (29. April) eröffnete der Willicher Bürgermeister anlässlich des offiziellen Starts von kesh die erste städtische Akzeptanzstelle.

Können Händler oder auch andere Banken, die Interesse an kesh haben, heute schon mitmachen?

Natürlich. Interessierte Händler können sich gerne für kesh anmelden. Auf der offiziellen Webseite www.kesh.de  finden Interessierte erste Informationen. kesh bietet Händlern individuelle Partnermodelle. Für Fragen stehen wir natürlich auch telefonisch zur Verfügung.

Frau Buchwald, wir danken für das Gespräch und wünschen kesh weiterhin viel Erfolg!

Elmar Borgmeier

Gestaltet Online Finance seit 1997. Glaubt an die Symbiose von Finance und IT. Ist Mitgründer und Chief Innovation Officer der syngenio AG. Moderator des JAX Finance Day. Berater für Next Generation Finance. Philosophiert gern über IT und realisiert noch lieber konkrete Lösungen.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Das mobile Paypment – mal abgesehen vielleicht von der Zahlung am Kartenterminal – steckt in Deutschland immer noch in den Kinderschuhen. Es wird wohl noch ein paar Jahre dauern, bis sich auch bei uns das Zahlen mit dem Handy durchsetzt.

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