EHI Kongress 2016

Payback in der Pole Position bei Mobile Payments

Payback goes Mobile Payment“ ist der Titel eines Vortrags, den Payback Geschäftsführer Dominik Dommick am 26. April 2016 auf dem EHI Kartenkongress halten wird. Zusammen mit Philipp Blome, dem Geschäftsführer von Real Digital Services und Robert Herzig von der Metro AG.

Laut mobilbranche.de sei es sehr wahrscheinlich, dass dort der Start des Mobile Payment Programms bekannt gegeben wird, das Payback bereits 2014 angekündigt hatte.

Dass die Händler Real und Metro mit vortragen, zeigt bereits eine Stärke von Payback: Den Zugang zum Handel haben sie bereits. Das ist ein entscheidender Faktor, denn der Handel muss die Kosten für die technische Aufrüstung in der Fläche tragen – und dafür braucht er ein gutes Argument. Selbst Apple, Paypal und Square kommen da in den USA nur langsam voran.

Payback kann den Händlern ein klares Argument bieten, das über den reinen Bezahlvorgang hinausweist: Die Kundenbindung durch das Bonusprogramm. Natürlich gehören Bonusprogramm und Bezahlvorgang zusammen – die Frage nach der Payback-Karte kann dann entfallen, was den Checkout schneller und bequemer macht, der erhaltene Bonus kann von der App direkt angezeigt werden.

Interessant ist in diesem Kontext auch, dass Payback bereits früh mit Location Based Marketing auf Basis von iBeacons experimentiert hat (siehe hier). iBeacons kommunizieren in der Filiale per Bluetooth mit dem Smartphone des Kunden, zeigen Angebote oder erlauben das Bezahlen direkt am Regal statt an der Kasse. Doch dazu müsste jeder Händler die Kunden erst einmal von seiner App überzeugen. Die Payback-App hingegen wurde bereits über 8 Millionen Mal heruntergeladen. Und zwar vermutlich genau von denjenigen Kunden, die auf Sonderangebote ansprechen. Wenn Payback das Location Based Marketing für die Händler übernehmen würde, könnten diese von heute auf morgen eine enorme Reichweite erzielen.

Auf der ProfitCard 2016 hat Payback noch nicht viel verraten, sondern auf die EHI-Konferenz verwiesen. Immerhin war beim dortigen Vortrag auffällig, dass alle anderen über Mobile Payment reden, während es Payback um die Total User Experience beim Einkauf geht.

„It’s all about context“ sagt Brett King schon immer über mobile Angebote. Die Verbindung von Sonderangeboten, Kundenbindungsprogramm und Bezahlfunktion in einer App halte ich für eine sehr überzeugende Zusammenführung von Elementen im Kontext „Einkaufen“.

Für die Kunden ist das genauso überzeugend wie für die Händler. Die Zielgruppe der Schnäppchenjäger hat die App wohl ohnehin bereits auf dem Smartphone. Sie bekommt die neuen Funktionen dann einfach per Update. Zusätzliche Sonderangebote dürften in diesem Kundensegment gut ankommen, und die Vereinfachung des „Zahlen-und-Payback-Punkte-sammeln“-Ablaufs sowieso.

Tatsächlich kann es gut sein, dass solche Zusatzfunktionen entscheidend für Mobile Payment sein werden. Selbst bei Apple Pay ging die Nutzung nach der ersten Euphorie zunächst einmal zurück. Eine Ursache könnte sein, dass die Benutzer beim Bezahlen wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen, sobald die Schilder an den Kassen verschwunden sind, die stolz auf Apple Pay als Bezahloption verwiesen.

Wir brauchen eine besondere Motivation, um unsere Gewohnheiten zu ändern. Ohne kontextbezogene Zusatzfeatures ziehen wir dann doch wieder einfach einen Schein aus der Geldbörse und überlassen es der Kassiererin, das passende Wechselgeld zusammenzukratzen.

SYNGENIO ist übrigens auch auf der EHI – schauen Sie doch mal am Stand vorbei.

Elmar Borgmeier

Gestaltet Online Finance seit 1997. Glaubt an die Symbiose von Finance und IT. Ist Mitgründer und Chief Innovation Officer der syngenio AG. Moderator des JAX Finance Day. Berater für Next Generation Finance. Philosophiert gern über IT und realisiert noch lieber konkrete Lösungen.

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