AXA_Ingress_Augmented_Reality

Augmented Reality Marketing mit Pokemon Go und Ingress. Ernsthaft.

So, jetzt heißt es schnell sein und den Hype nutzen: Pokemon Go lockt Menschen von fünf bis fünfzig Jahren dahin, wo die Pokemons sind – auch zur Bankfiliale. Und das für extrem wenig Geld, denn Sie brauchen nicht unbedingt eine teure Werbekampagne. Suchen Sie Filialen in der Nähe einer Spiele-Lokation, eines sogenannten Poke-Stops, und versprechen Sie, dort zu bestimmten Uhrzeiten sogenannte „Lockmodule“ einzusetzen, die Pokemons anlocken.

Publizieren Sie das auf ihrer Facebook-Seite und auf Pokemon-Fan-Sites und sie werden überrascht sein, welches Medienecho Sie erreichen: Im Netz und in der Realität vor ihren Filialen. Kosten: Für 100 € bekommen Sie Lockmodule für gut 85 Stunden, das reicht um an zehn Filialen eine Woche lang jeden Tag eine „Happy-Lockstoff-Hour“ einzurichten und den Spieler noch ein paar Mal Nachschlag zu gönnen.

Die Kosten sind Peanuts im Vergleich zur möglichen Wirkung, garantiert auch Peanuts im Vergleich zur McDonalds-Werbekampagne, von der die Gerüchteküche berichtet. McDonalds möchte offenbar alle seine Filialen zu Poke-Stops machen, womöglich noch so, dass seltene Pokemons dort besonders oft auftauchen. Dafür werden sie dann richtig Geld hinlegen müssen.

Übrigens ist die Finanzbranche Pionier bei der Nutzung von Augmented Reality Games für Werbezwecke. Der Anbieter von Pokemon Go, die Firma Niantic, hat nämlich vor Jahren bereits das sehr ähnlich funktionierende Spiel Ingress herausgebracht. Allerdings fehlte hier der große Markenname und das futuristische Setting dürfte auch nicht jedermanns Sache sein.

Für Ingress konnte Niantic drei Werbepartner gewinnen: AXA, Mitsubishi Financial Group und Softbank. Letzteres ist eine japanische Software-Firma. Alle Werbekunden tauchen im Spiel mit Items auf, die nach ihnen benannt sind und besonders wertvolle Eigenschaften haben.

Von AXA kommt der „AXA-Shield“ und das ist natürlich der beste Schutzschild im Spiel. Passender geht es ja wohl nicht mehr. Mitsubishi Financial Group stellt die „MUFG-Kapsel“, in der sich Items vermehren, also sozusagen verzinsen.

Wirklich cool ist, dass alle AXA-Filialen in Deutschland Spiele-Lokationen sind, an denen man besonders leicht AXA-Schilde bekommt. Glauben Sie mir, alle Ingress-Spieler kennen die AXA-Filialen in ihrer Stadt.

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Delphi-Studie

Delphi-Studie zur Digitalisierung in der Finanzbranche

ibi research hat im Auftrag von plenum eine Delphi-Studie zur Digitalisierung in der Finanzbranche durchgeführt, die gestern veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse sind ein interessanter Blick darauf, wie die Branche selbst ihre Zukunft wahrnimmt. Zum anstehenden Jahreswechsel ist das eine interessante Alternative zu den üblichen Prognosen von Gartner und Co.

Omnichannel, Individualisierung der Digitalisierung und auch technische Innovationen sieht die Mehrzahl der Experten als gesetzt an. Über die Zukunft der Beratung besteht Uneinigkeit, in branchenfremden Anbietern sieht bisher nur eine Minderheit eine Bedrohung.

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GoogleGlass_Volkswagen_resized

Google Glass Finanzanwendungen

Google Glass ist je nach persönlicher Einstellung das coolste Gadget seit dem iPad oder der nächste große Schritt in Richtung totaler Überwachung. In jedem Fall zeigt das Gerät, was in Sachen Miniaturisierung der IT heute möglich ist, indem es Daten direkt im Sichtfeld einer Brille anzeigt. Damit wird „Augmented Reality“, also die Überlagerung von Realität und zugehöriger Informationsebene, erstmals als Massenprodukt für normale Konsumenten angeboten werden.

Da Finanzen Teil der Informationsebene sind, ist es natürlich eine spannende Frage, wie sich Finanzen in die schöne neue Welt der Augmented Reality einfügen werden. Erste Showcases gibt es bereits.

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