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Was Banken von Drogerien lernen können

Neulich habe ich einen Vortrag zur Zukunft von Personal Finance Management (PFM) auf der INNOVATIONSforBANKS 2015 gehalten. Dabei habe ich am Rande die Kritik geäußert, viele Angebote seien zu austauschbar. Thorsten Hahn hat die Frage gestellt, ob es denn wirklich einen Unterschied geben müsse zwischen den Angeboten der Banken. Ob die Leistungen nicht tatsächlich weitgehend gleich seien?

Das hätte mich vor die schwierige Aufgabe stellen können, kurz und präzise über Markenbildung zu sprechen, den Charakter einer Bank und wie er sich in den elektronischen Angeboten ausdrückt. Zum Glück musste ich aber nur auf meine Vorrednerin verweisen, die bereits ein optimales Beispiel geliefert hatte:

Tanja Zimmermann von der BNY Mellon hat dort über die Rolle von Werten gesprochen. Ihr Denkanstoß: „Stellen Sie sich vor, Sie sind auf Dienstreise in einer fremden Stadt und merken, dass Sie noch Duschgel brauchen. In ihrer Straße gibt es einen dm, eine Müller- und eine Rossmann-Drogerie. Wohin gehen Sie?“ Es gab schnell etliche Wortmeldungen mit klarem Votum für die eine oder andere Kette. Frau Zimmermann fasste die Beiträge so zusammen: „Sehen Sie, Sie haben klare Präferenzen. Und niemand von Ihnen hat gesagt: Ich gehe zu X, weil die das größte Sortiment haben. Oder: Ich gehe zu Y, weil die am billigsten sind. Tatsächlich haben die Drogerien es geschafft, für etwas zu stehen. Eine Firmenkultur zu haben, die sich den Kunden vermittelt. Und die unsere Präferenzen prägt, jenseits von Angebot und Konditionen.“

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