Wow! Die Medien verschieben das SEPA-End-Date!!

 

Heute war in diversen Medien von der Verschiebung der SEPA-Einführung zu lesen und zu hören.

Also: Erst einmal gibt es SEPA seit 2008, allerdings sollen die alten deutschen Zahlungsverkehrssysteme per Gesetz (EU-Verordnungen haben Gesetzescharakter) zum 01.02.2014 abgeschaltet werden.

Wir erinnern uns schmerzlich daran, dass die deutschen Medien das Thema SEPA lange Zeit weitgehend ignoriert haben. So wurden Pressetermine und –Mitteilungen geradezu boykottiert.
„Das Thema sei für die Leser nicht interessant“ war zu vernehmen.

Darum haben natürlich viele deutsche Entscheider in kleinen und mittleren Unternehmen oder Vereinen das Thema lange nicht ernst genommen oder zumindest massiv unterschätzt.

Nun droht in der Tat manchem Mittelständler oder Verein die technische Zahlungsunfähigkeit!

Daher begrüße ich grundsätzlich aus dem pragmatischen Blick heraus den VORSCHLAG der EU Kommission. Wie gesagt, es ist ein Vorschlag und keine Entscheidung. Entscheiden können das in unserer Demokratie nur EU-Parlament und Bundestag. Und das finde ich auch sehr gut so.
Das unterscheidet uns von mancher „Bananenrepublik“.

Hier die Pressemitteilung zum Nachlesen: http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-6_en.htm

Es gibt also nur einen Weg mit dieser Nachricht umzugehen: Mit Vollgas weitermachen mit der SEPA Umstellung! Andernfalls kann die technische Zahlungsunfähigkeit eintreten.
Und den Knick wird man selbst in den deutschen Konjunkturcharts sehen können. Denn er könnte massiv ausfallen!

Wenn es dann nicht ganz reicht, kann man hoffen, dass bis dahin EU-Parlament und Bundestag in unserem Sinne entschieden haben. Sicher ist das aber keineswegs. Immerhin ist das vor allem ein deutsches Problem. Und einige Südländer haben den Deutschen ihr Verhalten in der Finanzkrise sehr übel genommen. Evtl. ist am Ende eine Mehrheit im EU-Parlament gegen eine Verschiebung.

Zum Schluss wünsche ich mir einfach mehr gute Journalisten, die Pressemitteilungen auch verstehen 😉

Allen anderen wünsche ich weiterhin gute Zahlungsfähigkeit auch mit SEPA.

Martin van Lessen

Martin van Lessen ist seit mehr als 10 Jahren im Zahlungsverkehrsumfeld aktiv. Als gefragter Experte für Zahlungsverkehr, Karten-Zahlungen, Outsourcing und regulatorischen Anforderungen wie SEPA oder auch Basel III berät er unter dem Payment-Fokus Banken, Rechenzentralen und Karten-Dienstleister. Der zertifizierte Projektmanagement Fachmann (GPM-IPMA Level D) ist seit Anfang 2012 als Senior Business Consultant für die syngenio AG tätig.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Da her weht der Wind also: Der SEPA „Retter“ Barnier will EU-Kommissionspräsident werden!

    Barnier will Präsident der EU-Kommission werden
    Der EU-Kommissar Michel Barnier bringt sich als Nachfolger von Kommissionspräsident Jose
    Manuel Barroso ins Gespräch. „Wenn ich von der Europäischen Volkspartei ausgewählt werde,
    bin ich bereit, mich einzubringen“, sagte Barnier.
    Quelle: Forex Report der Bremer Landesbank vom 15.01.2014

    Antworten

Schreib einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Top